Großbritannien ist möglicherweise das erste Land, das gentechnisch veränderte Embryonen implantiert

Von Maryn Liles

Großbritannien plant, das erste Land der Welt zu werden, das gentechnisch veränderte Embryonen implantiert. Die Methoden befinden sich sowohl in den USA als auch in Großbritannien noch in der Forschungsphase, aber die Techniken würden Familien dabei helfen, zu vermeiden, dass unheilbare Mitochondrienerkrankungen über die Mutterlinie übertragen werden - wie tödliche Herzprobleme, Gehirnerkrankungen, Muskeldystrophie und Blindheit, die einen betreffen bei 6.500 Kindern laut NBC News.

Der Prozess funktioniert, indem diese fehlerhaften Teile der DNA durch gesunde Segmente einer Spenderin ersetzt werden, daher der Name "Drei-Eltern" -In-vitro-Fertilisation (IVF). Es werden verschiedene Ansätze untersucht. Die britische Newcastle University untersucht den Pronukleartransfer, bei dem DNA zwischen zwei befruchteten menschlichen Eiern ausgetauscht wird. Eine andere Technik, die entwickelt wird, ist der mütterliche Spindeltransfer, bei dem die fehlerhafte DNA vor der Befruchtung ausgetauscht wird. Bisherige Studien haben gezeigt, dass diese Verfahren wahrscheinlich sowohl sicher als auch wirksam sind.

Diese Art der genetischen Intervention wirft jedoch ernsthafte ethische Fragen auf. Kritiker befürchten, dass diese Verfahren den Weg für "Designerbabys" mit genetisch veränderten Merkmalen wie Größe und Augenfarbe ebnen könnten. In einer nationalen öffentlichen Konsultation befürworteten die Briten die Idee jedoch weitgehend, sodass es wahrscheinlich war, dass die Verfahren unter strengen bundesstaatlichen Vorschriften durchgeführt werden sollten.

Es müssen neue Richtlinien für diese Behandlungen erstellt werden, die voraussichtlich im Laufe dieses Jahres veröffentlicht werden. Wenn dies durch eine Abstimmung im Parlament gebilligt würde, wäre Großbritannien das erste Land, das seinen Bürgern die Option eines mitochondrialen DNA-Transfers anbietet. Die Chefärztin Sally Davies hofft, dass die ersten Patienten in den nächsten zwei Jahren behandelt werden können.

Bild: Ultraschall des Embryos, via Shutterstock

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