Die meisten Amerikaner verstehen die Ursachen von Fehlgeburten falsch

Von Holly Lebowitz Rossi

Die Ursachen von Fehlgeburten werden von vielen Amerikanern häufig missverstanden, wie eine neue nationale Umfrage gezeigt hat. Zum Beispiel gaben die meisten Befragten an, dass Fehlgeburten selten sind und dass emotionaler Stress die Hauptursache für Fehlgeburten ist - zwei falsche Vorstellungen. Noch mehr von LiveScience:

Diese falschen Überzeugungen führen nach Ansicht der Forscher häufig zu Schuldgefühlen oder Schuldgefühlen bei Eltern, die eine Fehlgeburt erleiden.

"Fehlgeburten sind traditionell ein Tabuthema, das nur selten öffentlich diskutiert wird - obwohl in den USA jedes Jahr fast 1 Million Menschen davon betroffen sind, was sie zur häufigsten Komplikation einer Schwangerschaft macht", so der Studienforscher Dr. S. Zev Williams, ein Frauenarzt bei Albert Einstein College of Medicine in New York, sagte in einer Erklärung.

Williams und seine Kollegen befragten 1.083 Männer und Frauen in den USA zu ihren persönlichen Erfahrungen und Überzeugungen über Fehlgeburten, den Ursachen und der Häufigkeit von Fehlgeburten und ihren emotionalen Auswirkungen auf die Menschen, die sie erleben.

Etwa 65 Prozent der Befragten gaben an, Fehlgeburten seien selten, obwohl sie tatsächlich bei einer von vier Schwangerschaften auftreten, so die Forscher. 66 Prozent gaben jedoch an, dass die emotionalen Auswirkungen schwerwiegend und potenziell gleichbedeutend mit dem Verlust eines Kindes sind, was für viele Menschen, die eines erleben, Realität ist.

Chromosomenanomalien sind mit 60 bis 80 Prozent die häufigste Ursache für Fehlgeburten. Von den Befragten gaben 76 Prozent an, dass ein stressiges Ereignis eine häufige Ursache ist, 74 Prozent gaben lang anhaltenden Stress an und 64 Prozent gaben an, ein schweres Objekt zu heben. Einundvierzig Prozent gaben an, Fehlgeburten könnten auf sexuell übertragbare Krankheiten zurückzuführen sein, 31 Prozent nannten frühere Abtreibungen und 28 Prozent nannten implantierte Langzeitformen der Empfängnisverhütung.

Fast ein Viertel der Befragten glaubte fälschlicherweise, dass eine Mutter, die die Schwangerschaft nicht wünscht, zu einer Fehlgeburt führen könnte.

Die Ergebnisse der Umfrage wurden am 17. Oktober auf dem Treffen der American Society for Reproductive Medicine (ASRM) in Boston vorgestellt.

Bild: Traurige Frau, via Shutterstock

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